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Tag 5 - Ja, genau statt Ja, aber

Vorletzte Woche durfte ich bei einem meiner Kunden in dem Format „Lunch & Learn“ die Mittagspause gestalten. Erst wurde gemeinsam gegessen und dann gab’s eine 45 Session zum Thema „Ja, genau (statt Ja, aber)“.

 

Worum ging es dabei? Ich hab schon an vielen Seminaren, Trainings teilgenommen. Während der Trainings fast immer mit voller Begeisterung, doch im Nachhinein kam dann die Ernüchterung, dass man so gut wie nichts im Berufsalltag umsetzen konnte. Anders hingegen waren die Kreativitätstrainings, die mit Übungen aus dem Impro-Theater gearbeitet haben. Ich kenne keinen anderen Weg, auf dem man so einfach und effektiv etwas lernen kann, was man danach auch tatsächlich anwenden kann. Im Job wie im Privatleben.

 

Aus diesen Kreativitätstrainings hab ich 3 wichtige Punkte mitgenommen:

  1. Die positive Grundeinstellung

Beim Impro-Theater nehmen die Spieler die Impulse von ihren Mitspielern an und machen was das Beste daraus. Wenn sie ein Angebot ablehnen, scheitert das Spiel.

 

Für den Job gilt: Nicht erst „Nein“ oder „Ja, aber“ sagen, sondern annehmen, was man bekommt.

 

2.  Wahrnehmung und Spontanität

 

Beim Impro spielen muss man immer zu 100% präsent sein, weil man sonst nicht mitbekommt, was das Gegenüber möchte. Ich muss auf meinen Partner schauen, beobachten und spüren. Und dann spontan reagieren.

V.a. bei Kunden, aber auch im Team ist es wichtig, wahrzunehmen, was der Kunde möchte, worum es ihm wirklich geht. Bzw. zu spüren, wie es den anderen im Team geht.

 

3. Geschützter Raum

 

In Workshops findet alles in einem „geschützten Raum“ statt. D.h. man kann sich ausprobieren, es geht ja um nichts. Man kann keine Fehler machen, denn es wird nichts bewertet. Man kann neue Gefühlswelten entdecken, Rollen ausprobieren oder über Grenzen gehen. Es ist ja nur ein Spiel. Trainings mit Übungen aus dem Impro-Theater sind ein „spielerisches Ausprobieren, Erfahrungen sammeln“, das Spaß macht.

 

Und da es ja eine lustige, abwechslungsreiche, aktive, lehrreiche Mittagspause werden sollte, gab’s dann natürlich auch noch ein paar Übungen zum Mitmachen. Das Lob danach reichte von „es war grandios“ bis „ich hätte nie gedacht, dass sowas in mir steckt!“